SARTHI Schweiz

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Fragen, die uns häufig gestellt werden 

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Wie kommt ein Kind in ein staatliches Heim?

 

Es gibt verschiedene Gründe, wieso ein Kind in ein staatliches Heim gesteckt werden kann. Es gibt Kinder, die in staatliche Obhut genommen werden, weil sie Schutz brauchen. Dies können zum Beispiel ausgesetzte Kinder oder Waisenkinder sein, Ausreisser, Kinder mit besonderen Bedürfnissen, solche, die Kinderarbeit verrichten mussten, oder Kinder, die in das Sexgewerbe geraten sind. Andere wiederum sind wegen einer Straftat angeklagt oder für schuldig befunden worden. Einige Kinder sind für Bagatelldelikte oder Kleinkriminalität eingekerkert, oder sie waren sogar in gar keine kriminelle Aktivität involviert – sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

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Wie hilft Sarthi diesen Kindern?

Sarthi kann in staatliche Heime gehen und dort ihre Beratungsdienste zur Verfügung stellen, um die Wiedereingliederung von Kindern zu fördern, sie über ihre Rechte auszubilden und, wann immer möglich, auf ihre Entlassung und ihre Wiedervereinigung mit ihren Familien hinzuarbeiten. Dank den unermüdlichen Anstrengungen von Sarthis Freiwilligen und der finanziellen und rechtlichen Unterstützung von unseren BeiträgerInnen haben wir viele Kinder mit ihren Familien wiedervereinigt. Manchmal wird die amtliche Obhut über Kinder, die keine Familie haben, auf uns übertragen. In diesen Fällen sind wir für ihr langfristiges Wohl zuständig, finanzieren ihre Schule, Gesundheitskosten, und dergleichen.

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Was passiert mit Kindern, wenn sie in einem staatlichen Heim verwahrt werden?

 

All zu oft siechen Kinder in einem staatlichen Heim jahrelang vor sich hin. Der Gerichtsfall eines Kindes für ein Bagatelldelikt kann auf Grund des strapazierten Rechtssystems ein Jahrzehnt lang hängig bleiben. In dieser Zeit bleiben sie im Heim verwahrt. Sie können sich vorstellen, dass Kinder die in Heimen einsitzen, weit weg von ihren Familien leben und ohne jegliche Möglichkeit, mit ihnen zu kommunizieren, unter schweren Ängsten und Depressionen leiden.

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Wieso Bihar?

 

Eines der vielen indischen staatlichen Heime befindet sich in Patna, der Hauptstadt von Bihar, dem Gliedstaat Indiens mit der drittgrössten Bevölkerung. 90 Prozent der lokalen Bevölkerung lebt in ländlichen Gebieten. Bihar hat das tiefste Pro-Kopf-BIP in Indien. 58 Prozent der Bevölkerung von Bihar ist jünger als 25, der höchste Prozentsatz im Lande. Die Alphabetisierungsrate ist tragisch – sie ist die tiefste in ganz Indien. Speziell Frauen haben eine furchtbar tiefe Alphabetisierungsrate – nur eine von drei Frauen kann lesen. Es ist also eine besonders arme Region.

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Hat Sarthi Partnerschaften mit anderen NRO-Netzwerken?

Ja, wir sind Mitglied des Child Rights International Network (CRIN, internationales Netzwerk für Kinderrechte). Wir sind auch Mitglied in vielen indischen Netzwerken, wie Forces, dem Netzwerk Srijan (Sexual and Reproductive Health Initiative for Joint Action Network), das in Neu Delhi beheimatet ist, der Bihar Voluntary Coordinating Agency for Adoption (der freiwilligen Bihari Koordinationsagentur for Adoptionen), dem Voluntary Forum for Education (dem freiwilligen Forum für Erziehung), dem Bihar State Council for Child Welfare (dem Bihari Staatsrat für das Wohl des Kindes), Governor House, Raj Bhawan und der National Campaign on Early Childhood Care and Education Rights (der nationalen Kampagne im Nachbarsgliedstaat Orissa für das Recht auf Betreuung und Schulung in der frühen Kindheit - NCER Orissa).

Telefonnummer in Europa/der Schweiz +41 61 321 41 11

Büro: Sarthi, Road No-17, Rajiv Nagar, PO Keshri Nagar, Patna 800 024, Indien

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